Aksess, für dein Lesen.
Bachelor Thesis Doku
Bachelor Thesis Doku
Aksess, für dein Lesen.
Bachelor Thesis Doku
Bachelor Thesis Doku
Aksess, für dein Lesen.
Bachelor Thesis Doku
Bachelor Thesis Doku
Zwischenpräsentationen
Abgaben
Digitale Anwendung/Website
Aksess Nutzer*innen nahe bringen
Damit stellte sich die Frage, wie ich die Schrift überhaupt zugänglich machen kann. Aksess richtet sich einerseits an Menschen mit Seh- oder Lesebarrieren, andererseits aber nicht nur an eine medizinisch definierte Zielgruppe. Der Base-Schnitt soll auch für Normleser*innen funktionieren, während die weiteren Achsen unterschiedliche Lesesituationen abdecken. Natürlich kann eine visuelle Schrift nicht alle Barrieren lösen. Trotzdem versucht Aksess, mehr Möglichkeiten anzubieten als eine einzelne statische Schrift.Aus dieser Überlegung entstand der Gedanke, dass Aksess nicht nur gestaltet, sondern auch erklärt werden muss. Eine variable Schrift setzt Wissen voraus: Viele Nutzer*innen wissen nicht, was Laufweite, Zeilenhöhe oder offene Formen bewirken. Deshalb musste ich überlegen, wie die Schrift erfahrbar wird, ohne mit Fachbegriffen zu überfordern. Sie sollte direkt im Lesen ausprobiert werden können.
Website Tests
Dadurch wurde die Website immer wichtiger. Ich baute mehrere Dummys, testete Strukturen, verwarf sie wieder und näherte mich schrittweise einer Form an, die als Testumgebung und Type Specimen funktioniert. Die Website sollte nicht nur die Schrift zeigen, sondern erklären, warum sie existiert, wie das System aufgebaut ist und wie die Achsen angewendet werden können.
Die Aksess Website sollte Endnutzer*innen ansprechen, aber auch Gestalter, Entwickler, Institutionen und Menschen, die sich mit Barrierefreiheit beschäftigen, dazu einladen Aksess als Schrift kennenzulernen.
Die Buchstabenformen beeinflussten das Interface, das Interface wiederum die Anforderungen an die Schrift. Tests stellten meine Annahmen infrage, die Recherche half mir, Entscheidungen einzuordnen. Aksess entstand deshalb nicht linear. Schrift und Website entwickelten sich gegenseitig: Die Schrift brauchte eine Oberfläche, um erfahrbar zu werden, und die Oberfläche brauchte eine funktionierende Schrift, um mehr zu sein als eine Präsentation. Im gesamten Prozess bewegte ich mich deshalb ständig zwischen Schriftgestaltung, Recherche, Testen, Interface und Vermittlung.