Aksess, für dein Lesen.
Bachelor Thesis Doku




Verworfene Entwürfe

Aksess NEO
Zu einem frühen Zeitpunkt versuchte ich, Aksess in eine weichere, rundere und geometrischere Richtung zu entwickeln. Die Schrift sollte ruhiger und näher an klassischen Leseschriften wirken. Viele Zeichen wurden dafür stärker standardisiert, der Strichkontrast reduziert und die Formen gleichmässiger konstruiert. Auch das a wurde in dieser Version einstöckig, weil es besser in diese rundere Systematik passte.


Dabei entstand eine Schrift, die für sich genommen funktionierte: harmonisch, sauber und zugänglich. Gleichzeitig entfernte sie sich aber von der eigentlichen Idee von Aksess. Durch die Vereinheitlichung gingen viele Unterschiede verloren, die für die Differenzierung zentral waren. Die Schrift wurde ruhiger, bot dadurch aber weniger Möglichkeiten, auf unterschiedliche Lesebedingungen zu reagieren.


Ästhetik statt Entwicklung
Am Ende merkte ich, dass dieser Entwurf eher eine ästhetische Alternative war als eine funktionale Weiterentwicklung. Er wirkte schöner im klassischen Sinn, aber weniger präzise in Bezug auf Differenzierung und Anpassbarkeit. Deshalb kehrte ich zur ursprünglichen Logik von Aksess zurück: nicht möglichst neutral, sondern bewusst unterscheidbar, offen und variabel. Trotzdem war der Zwischenschritt wichtig, weil er mir die Grenze zwischen formaler Verbesserung undfunktionalem Verlust zeigte. Vielleicht wird daraus nach der Thesis noch eine eigene Schrift.